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einige Bilder



Alois Forer mit Gattin Hildegard


Hausorgel in Henndorf



Buch "Orgeln in Österreich"



Forer s Schüler


ALOIS FORER 100

Bevor das Jahr 2009 mit seinen prominenten Jahresregenten zu Ende geht, muss doch auch eines Namens gedacht werden, der die österreichische Orgelszene nach dem II. Weltkrieg ganz massiv geprägt hat – Hofrat Professor Alois Forer. Nach seinen Studien an der Staatsakademie für Musik und darstellende Kunst in Wien (Orgel bei Franz Schütz) bis 1938 beginnt für Forer eine Karriere als konzertierender Organist hauptsächlich an profanen Aufführungsstätten (Musikverein, Konzerthaus, Rundfunksaal u. a.), wo er unter der Leitung der damals berühmtesten Dirigenten an die Öffentlichkeit tritt: Furtwängler, Knappertsbusch und Karajan seien stellvertretend für noch viele andere klingende Namen erwähnt. Es sind vor allem die großen Oratorien und konzertanten Messaufführungen, wo er immer wieder für den Orgelpart herangezogen wird. Von 1957 bis 1974 bekleidet er das Amt eines ‘Hoforganisten‘ an der Wiener Hofburgkapelle. In seinen Konzerten, die sich in späteren Jahren mehr an sakrale Aufführungsstätten verlagern, spielt er neben den Standardwerken der Orgelliteratur immer wieder auch österreichische Komponisten: Schmidt, David, Lechthaler, Schiske, Messner, Tittel, Marckhl. Rundfunkaufnahmen und Schallplatteneinspielungen runden sein konzertantes Wirken ab.

Forers Unterrichtstätigkeit an der Akademie (damals ‘Reichshochschule‘) für Musik und darstellende Kunst Wien setzt 1943 ein, ab 1958 mit einer eigenen Konzertfachklasse. Sie wird dort bis 1974 währen und sich am Mozarteum Salzburg bis zu seiner Emeritierung 1979 fortsetzen. Eine prominente Schülerliste, in der Namen von Wettbewerbsgewinnern, späteren Domorganisten, Hochschulprofessoren und anderen Karrieren aufscheinen, legt Zeugnis von der pädagogischen Leistung Forers – wahrscheinlich seiner wichtigsten – ab.

Daneben entwickelt Forer eine intensive organologische Aktivität. Neben unzähligen Expertisen für Orgelneubauten und -restaurierungen, zum Teil im Auftrag des BDA (seit 1968 Titel ‘Konsulent‘), betätigt er sich als Herausgeber diverser Orgelnoten, als Initiator des Fernseh-Dokumentationsfilmes ‘Anatomie einer Orgel‘ und als Autor des Standardwerkes ‘Orgeln in Österreich‘. Der Gipfel dieser Bemühungen ist die Gründung des Instituts für organologische Forschung und Dokumentation 1971.

Ein weiteres Verdienst Forers ist das Betreiben von Orgelwettbewerben, meist im Anschluss an Orgelneubauten – eine für Österreich zunächst neue Kulturinitiative. Hier sind zu nennen Innsbruck, Graz/Seckau und Linz. Auch außerhalb Österreichs wird er als Juror mehrmals eingeladen (Genf, Leipzig, Chartres).

Die öffentliche Anerkennung der Verdienste Forers äußert sich in zahlreichen Titeln und Auszeichnungen. Die wichtigsten sind das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst (1968), das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (1974), der Berufstitel ‘Hofrat‘ (1977), die Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold (1979), die Goldene Ehrenmedaille des Mozarteums (1989) und die Goldene Erinnerungsmedaille der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien (1999).

Die ‘Singende Kirche‘ hat Forer mehrmals zu runden Geburtstagen gewürdigt, zuletzt zum 90. Geburtstag (Jg. 1999, Heft 2 / S. 105f., Autor Dr. Rudolf Scholz) und zum Tod Forers (Jg. 2002, Heft 1 / S. 32f., Autor Dr. Heribert Metzger).


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