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Klangbeispiele:

AIR ..................................BWV 1068
GEIST und SEELE.............BWV 35
ICH HABE GENUG.............BWV 82
JAUCHZET GOTT....::.........BWV 51


Programm


Johann Sebastian Bach

Solokantaten

Air aus der Ouverture D-Dur, BWV 1068

„Geist und Seele wird verwirret“
Kantate für alt, konzertierende Orgel und Kammerensemble, BWV 35

„Ich habe genug“
Kantate für Bass und Kammerensemble, BWV 82

„Jauchzet Gott in allen Landen“
Kantate für Sopran und Kammerensemble, BWV 51

Mitwirkende

Monika Riedler studierte Gesang, Lied und Oratorium sowie Musikpädagogik an der Hochschule (Universität) für Musik und darstellende Kunst in Wien, darüber hinaus Anglistik an der Universität Wien. Weitere Studien bei Brigitte Eisenfeld (Berlin), Sena Jurinac und Ruthilde Boesch (Wien) und Maya Mayska (Barcelona) sowie in Meisterklassen von Helmut Rilling und Sergiu Celibidache und -  nicht zuletzt – am Institute for Music and Health in New York.

Ihre Karriere als Solistin mit breit gefächertem Konzertrepertoire, vom Barock bis zur Moderne, konnte Monika Riedler international ausbauen, über Europa hinaus bis nach Kanada und in die U.S.A. In zahlreichen europäischen Festspielprogrammen scheint der Name Monika Riedler als Sopransolistin auf, unter anderem in den Passionen und der h-Moll-Messe von J. S. Bach, in G. F. Händels Messias, J. Haydns Schöpfung, W. A. Mozarts Requiem, L. v. Beethovens 9. Symphonie. - Auch auf dem Gebiet von Oper und Operette kann die Sopranistin auf eine beachtliche solistische Karriere verweisen.

Ihr großes Interesse gilt unvermindert der Gesangspädagogik, vor allem auch in Verbindung mit fernöstlichen Energielehren. – Derzeit unterrichtet sie am St. Pöltener Konservatorium für Kirchenmusik und im Wiener „Studio Allegra“.

Yasushi Hirano, geb. 1977 in Tokio, Studienabschluss an der Universität Tokio 2000, seither Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (Sologesang bei Rotraud Hansmann, Ausbildung als Opern-, Oratorien und Liedsänger bei Robert Holl, Charles Spencer u.a.). Studienabschluss (Diplom) mit Auszeichnung 2007, Mag. art. – Mehrfacher Preisträger bei internationalen Gesangswettbewerben, umfangreiches Opern- Oratorien- und Liedrepertoire, zahlreiche Mitwirkungen bei Opernproduktionen und vielfältige internationale Konzertverpflichtungen. Ab Herbst 2007 Engagement am Opernhaus Graz.

Rudolf Scholz, geb. 1933 in Wien, Dr. phil. der Universität Wien1963 (Musikwissenschaft, Kunstgeschichte), Absolvent der Akademie (heute Universität) für Musik und darstellende Kunst in Wien 1964 (Orgel: Konzertfach und pädagogische Staatsprüfung). – Lehrtätigkeit (Orgel, Generalbass) an der Universität Wien seit 1964, als o. Univ.-Professor seit 1975 Leiter einer Konzertfachklasse Orgel sowie Vorstand des Instituts für organologische Forschung und Dokumentation. Emeritierung 2001. –

Internationale Konzerttätigkeit sowohl in Orgel-Solokonzerten, als auch in Chor- und Orchesterwerken aller Stilepochen unter der Leitung der internationalen Dirigentenelite der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts (Herbert v. Karajan, Leonard Bernstein, Zubin Mehta, Carl  Melles, Claudio Abbado, Riccardo Muti u. v. a.)

Camerata Viennensis


Gottfried Boisits, geb. 1944. Oboen-Studium an der Akademie (Universität) für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Hans Hadamowsky. 1970 – 2004 Mitglied der Wiener Philharmoniker und des Wiener Staatsopernorchesters, ab 1978 als Solo-Oboist. –  Ausgedehnte Tätigkeit in Kammermusikensembles, Mitglied des Eichendorff-Bläserquintetts, der Trio Douze und der Pannonischen Harmonie. Innerhalb des weit gespannten Repertoires von Gottfried Boisits nimmt die Musik des Barock breiten Raum ein.

Seit 2005 bekleidet  Gottfried Boisits eine Professur für Ensemblespiel an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz  

Gründungsmitglied der „Camerata Viennensis“.

Claus Huber, geb. 1977 in Wien. Trompeten-Studium ab dem 14.Lebensjahr an der Hochschule (Universität) für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Carole Dawn Reinhart und Josef Bammer. Studienabschluss (Diplom) 2004 mit Auszeichnung. Mag.art. Fortsetzung des Studiums an der Wiener Musikuniversität, am Institut für Wiener Klangstil, mit der Abfassung einer Dissertation über relevante Parameter des Trompetenansatzes (Arbeitstitel). - Studium an der Technischen Universität Wien 1996 – 2004, Studienabschluss mit Diplomprüfung. Dipl. Ing.

Internationale Konzerttätigkeit in Europa, Nord- und Südamerika. China und Australien. Teilnahme am „Maurice-André-Wettbewerb“ in Paris, 6. Platz in der vorletzten Runde  (80  Kandidaten). Engagements im Volksopernorchester Wien, bei den Niederösterreichischen Tonkünstlern, in der Wiener Akademischen Philharmonie, beim Tonkünstler-Ensemble u.a.

Mitglied diverser Blechbläser-Ensembles.Lehrtätigkeit an der Zentralmusikschule Oberpullerndorf.Gründungsmitglied der „Camerata Viennensis“.

Peter Baumgartner, geb. 1981 in Wien, erster Geigenunterricht bei Edith Steinbauer, danach am Konservatorium der Stadt Wien (J. Polatschek und Gernot Winischhofer). Fortsetzung des Unterrichts  bei Annemarie Ortner-Kläring (Konzertmeisterin des RSO).Ab 2001 Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Klaus Maetzl (Ass. Birgit Kolar). 1. Diplom 2006.Weit- bildung  in Meisterkursen von Konzertmeistern und Primgeigern prominenter Ensembles wie RSO, Wiener Streichsextett und Vilnius-Quartett, bei Bijan Khadem-Missagh, Arkadni Gutikov, Klaus Maetzl, Wolfgang David u.a. Erfolg-reiche Teilnahme an internationalen Violin-Wettbewerben (Brahms-Wettbewerb, Bruckner-Wettbewerb, Königin-Sophie-Charlotte-Wettbewerb). Neben zahlreichen solistischen Auftritten in Österreich  Mitwirkungen in führenden Orchestern und Kammermusikensembles Österreichs,  Konzerte u. a. im Wiener Musikverein, im Wiener Konzerthaus, der Berliner Philharmonie, in Spanien und Schweden. Gründungsmitglied der „Camerata Viennensis“.

Elias Kim, geb. 1976 in Pusam, Südkorea, aufgewachsen in Wien. Studium an der Hochschule (Universität) für Musik und darstellende Kunst Wien: Violine, Barockvioline und Viola bei Klaus Maetzl, Günter Pichler, Klara Flieder, Erich Schagerl, José Vasquez  u.a. sowie Studium und Praxis von Kammermusik, zum Teil auch in Meisterkursen, bei namhaften Ensembles wie etwa dem Alban-Berg-Quartett, dem Smetana-Quartett, dem Quatuor Mosaique, dem Wiener Streichsextett, dem Amati-Quartett. Studienabschluss (Diplom) mit Auszeichnung. Zahlreiche Zuerkennungen von  Stipendien: Bundesministerium für Wissenschaft und Verkehr, Fondazione Antonio Salieri, Austrian Masterclasses, Conservatoorio di Verona, Lions Club di Verona etc.

Gastdozent und Juror der „Violin Aacademy for Youth“ an der Dong-Eui-Universität Korea. Schwerpunkte internationaler Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker: Europa und Asien, Primarius des Antonio-Salieri-Quartetts.

Gründungsmitglied der „Camerata Viennensis“.

Agnes Führlinger, geb. 1959 in München. Erster Violinunterricht im Alter von 9 Jahren, mit 17 Jahren Wechsel zur Viola, Studium bei F. Beyer an der Musikhochschule München. 1980 Fortsetzung des Studiums an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Siegfried Führlinger, anschließend Lehrbefähigungsprüfung bei Peter Ochsenhofer und danach weitere Studienjahre bei Thomas  Kakuska.

Rege internationale kammermusikalische Tätigkeit (Europa und Asien), solistische Auftritte in Österreich, Frankreich, Schweden und Japan. – Seit 20 Jahren regelmäßig Substitutin des Niederösterreichischen Tonkünstlerorchesters und des Radiosinfonie-Orchesters (RSO) Wien. Seit vielen Jahren Mitglied des Tonkünstler-Ensembles. Ab 1987 intensive Unterrichtstätigkeit mit Kindern, Violinkurse in Österreich, Schweden, Finnland, Korea und Japan.

Gründungsmitglied der „Camerata Viennensis“.

Vida Vujic. Beginn des Cello-Studiums im Alter von 6 Jahren, Absolventin der Musikschule für begabte Kinder in Cuprija. Danach, ab dem 16. Lebensjahr, Fortsetzung des Cello-Studiums an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz, bei Rudolf Leopold. Studienabschluss mit Auszeichnung. Mag. art. Würdigungspreis des Bildungsministeriums.

Seit 2005 Studium der Kammermusik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. - Perfektionsstudien bei zahlreichen renommierten Cellisten. Mehrfach erste Preisträgerin bei internationalen Wettbewerben in Ungarn, Belgrad  (1993, 1995 und 1997), Tschechien und Italien. Jeweils 2. Preis beim Wettbewerb in Liezen (Obersteiermark), 2000 und 2002. Zahlreiche Konzerte, sowohl als Solistin, als auch im kammermusikalischen und symphonischen Bereich, Mitwirkungen bei Festivals in Österreich und Osteuropa, bei Radio und Fernsehproduktionen.

Werner Fleischmann, geb. 1955 in Wien. Instrumentale Grundausbildung an mehreren Instrumenten, ab 1968 Kontrabass-Studium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Ludwig Streicher. 1978 Studienabschluss (Diplom) mit Auszeichnung. Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft und Kunst. Beginn des Magisterstudiums an der Wiener Musikhochschule, 1993 Mag. Art.

1976 Juniorenvertrag im ORF-Symphonieorchester, Mitwirkungen im Wiener Staatsopernorchester, 1977 Stimmführer im Jeunesse-Weltorchester, ab diesem Zeitpunkt auch Mitglied der Wiener Symphoniker. Mitglied des Wiener Johann-Strauss-Orchesters, Mitwirkungen im Wiener Concert-Verein, regelmäßig kirchenmusikalische Tätigkeit in der Wiener Jesuitenkirche. – Ausgedehnte kammermusikalische Tätigkeit in verschiedenen Ensembles, zahlreiche Schallplatten- und CD-Einspielungen, mehrere Preise, darunter „Grand Prix du Disc“ 1982 für „Wiener Tanzmusik von Haydn bis Schubert“.

Seit 1995 Kontrabass-Unterricht an der Musikschule Perchtoldsdorf,  ab 1998 künstlerischer Einzelunterricht Kontrabass an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien,  als Assistent von Josef Niederhammer, sowie für die Ausbildung in Orchesterliteratur und Probespieltraining, in der Folge seit 2002 Lehrbeauftragter für Kontrabass, Didaktik und Lehrpraxis am Institut für Musikpädagogik.

Gründungsmitglied der „Camerata Viennensis“.

Elke Eckerstorfer, geb. 1974 in Wels. Beginn des Klavierstudiums am Linzer Bruckner-Konservatorium. Seit 1994 Studium an der Hochschule (Universität) für Musik und darstellende Kunst in Wien, Orgel (Konzertfach) bei Rudolf Scholz und Klavier (Musikpädagogik) bei Antoinette van Zabern. 2000/2001 Studien in Paris, am Conservatoire National Supérieure in der Orgelklasse von Michel Bouvard und Olivier Latry. 2005 Abschluss des Orgel-Konzertfachstudiums an der Musikuniversität Wien bei Michael Radulescu, Diplom mit „einstimmiger Auszeichnung“. Mag. art. Würdigungspreis des Bildungsministeriums. - Mehrmals Teilnahme an der „Internationalen Bach-Akademie“ in Porrentruy/Schweiz und  an  Meisterkursen bedeutender Organisten.

Oftmalige  Preisträgerin österreichischer Landes- und Bundeswettbewerbe „Jugend musiziert“, 1. Preis beim Internationalen Wettbewerb für junge Organisten, Aigen/Schlägl 1998, 2. Preis und Publikumspreis beim XIV. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb Leipzig 2004. – Reiche Konzerttätigkeit, vor allem in Europa und Asien. – Klavier- und Orgelunterricht an Musikschulen Niederösterreichs.

Gründungsmitglied der „Camerata Viennensis“.





INHALT



„Geist und Seele wird verwirret“

Prima Parte

1. Sinfonia
2. Aria
Geist und Seele wird verwirret, wenn sie dich, mein Gott, betracht’. Denn die Wunder, so sie kennet und das  Volk mit Jauchzen nennet, hat sie taub und stumm gemacht.
3. Recitativo
Ich wundre mich, denn alles, was man sieht, muss uns Verwundrung geben. Betracht ich dich, du teurer Gottessohn, so flieht Vernunft und auch Verstand davon. Du machst es eben, dass sonst ein Wunderwerk vor dir was Schlechtes ist. Du bist dem Namen, Thun und Amte nach erst wunderreich, dir ist kein Wunderding auf dieser Erde gleich. Den Tauben gibst du das Gehör, den Stummen ihre Sprache wieder. Ja, was noch mehr, du öffnest auf ein Wort die blinden Augenlider. Dies, dies sind Wunderwerke, und ihre Stärke ist auch der Engel Chor nicht mächtig auszusprechen.
4. Aria
Gott hat alles wohl gemacht! Seine Liebe, seine Treu wird uns alle Tage neu. Wenn uns Angst und Kummer drücket, hat er reichen Trost geschicket, weil er täglich für uns wacht.  Gott hat alles wohl gemacht!


Seconda Parte

5. Sinfonia
6. Recitativo
Ach, starker Gott, lass mich doch dieses stets bedenken, so kann ich dich vergnügt in meine Seele senken. Lass mir dein süßes Hephata das  ganz verstockte Herz erweichen; ach! Lege nur den Gnadenfinger in die Ohren, sonst bin ich gleich verloren. Rühr auch das Zungenband mit deiner starken Hand, damit ich diese Wunderzeichen  in heilger Andacht preise, und mich als Erb und Kind  erweise.

7. Aria
Ich wünsche mir bei Gott zu leben, ach! wäre doch die Zeit schon da, ein fröhliches Halleluja mit allen Engeln anzuheben!  Mein liebster Jesu, löse doch das jammerreiche Schmerzensjoch und lass mich bald in deinen Händen mein martervolles Leben enden!


„Ich habe genug“

1.Aria
Ich habe genug, ich habe den Heiland, das Hoffen der Frommen, auf meine begierigen Arme genommen; ich habe genug! Ich hab ihn erblickt, mein Glaube hat Jesum ans Herze gedrückt; nun wünsch ich, noch heute mit Freuden von hinnen zu scheiden. Ich habe genug!
2. Recitativo
Ich habe genug! Mein Trost ist nur allein, dass Jesus mein und ich sein eigen möchte sein. Im Glauben halt ich ihn, da sah ich auch mit Simeon die Freude jenes Lebens schon. Lasst uns mit diesem Manne ziehn!  Ach! Möchte mich von meines Leibes Ketten der Herr erretten! Ach! Wäre doch mein Abschied hier, mit Freuden sagt ich, Welt, zu dir: Ich habe genug!

3. Aria
Schlummert ein, ihr matten Augen, fallet sanft und selig zu! Welt, ich bleibe nicht mehr hier, hab ich doch kein Teil an dir, das der Seele könnte taugen. Hier muss ich das Elend bauen, aber dort, dort werd ich schauen süßen Frieden, stille Ruh.
4. Recitativo
Mein Gott! Wenn kömmt das schöne: Nun! Da ich in Friede fahren werde und in dem Sande kühler Erde und dort bei dir im Schoße ruhn! Der Abschied ist gemacht, Welt, gute Nacht.
5. Aria
Ich freue mich auf meinen Tod, ach! hätt er sich schon eingefunden. Da entkomm ich jeder Not, die mich noch auf der Welt gebunden.


„Jauchzet Gott in allen Landen!“

1. Aria
Jauchzet Gott in allen Landen! Was der Himmel und die Welt an Geschöpfen in sich hält, müssen deinen Ruhm erhöhen, und wir wollen unserm Gott gleichfalls itzt ein Opfer bringen, dass er uns in Kreuz und Not allezeit hat beigestanden.
2. Recitativo
Wir beten zu dem Tempel an, da Gottes Ehre wohnet, da dessen Treu, so täglich neu, mit lauter Segen lohnet. Wir preisen, was er an uns getan, muss gleich der schwache Mund von seinen Wundern lallen, so kann ein schlechtes Lob ihm dennoch wohlgefallen.
3. Aria
Höchster, mach deine Güte ferner alle Morgen neu. So soll vor dir die Vatertreu auch ein dankbares Gemüte durch ein frommes Leben weisen, dass wir deine Kinder heißen.
4. Choral
Sei Lob und Preis mit Ehren Gott Vater, Sohn, Heiligem Geist! Der woll in uns vermehren, was er uns aus Gnaden verheißt, dass wir ihm fest vertrauen, gänzlich uns lassn auf ihn, von Herzen auf ihn bauen, dass unser Herz, Mund und Sinn ihm festiglich anhangen; drauf singen wir zur Stund: Amen, wir werdens erlangen, glauben wir zu aller Stund.
5. Halleluja!