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Orgelbaumeister Michael Walcker-Mayer
und
Mag. Johannes Lenius
am Spieltisch der Walcker Orgel
in Grafenwoerth


Klangbeispiel ...

Programm

Organist

Johannes Lenius ist in Wien geboren und erhielt auch hier ersten Klavier- und Orgelunterricht.
Er absolvierte das Kirchenmusik-Studium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien (Orgel: Hans Haselböck und Peter Planyavsky; Chorleitung: Erwin Ortner).

Seit 1987 wirkt es als Regionalkantor und Kirchenmusikreferent für das Vikariat Nord in der Erzdiözese Wien und ist Berater in Orgelbaufragen ist es Lehrer am Diözesankonservatorium.

Seit 1994 arbeitet er in der Votivkiche als Kirchenmusiker.

Beschreibung der Musikstuecke


Der Robertsbridge-Codex (benannt nach seinem Auffindungsort in der Abtei Robertsbridge in Sussex) aus dem Jahr etwa 1330 ist eine Sammlung der ersten Beispielen aufgezeichneter Orgelmusik. Diese Werke vermitteln einen Eindruck des Orgelspiels und der Improvisationspraxis in dieser Zeit. Estampie (lat. Stantipes) ist eine Form aus der Dichtkunst, und besteht aus einer Art Refrain, in den alle Zwischenteil wieder münden.

Johann Sebastian Bach ist einer der bedeutendsten Komponisten der Barockzeit und hat die Kirchen und Orgelmusikgeschichte stark beeinflusst. Das Lied „Christ ist erstanden“ ist ein alter Gesang in deutscher Sprache und auch in unserem GOTTESLOB zui finden (Nr 213). Es gehört zur Gruppe der sogenannten „Leisen“ – diese Gesänge enden stets mit der Bitt Kyrie eleison und haben davon  die Bezeichnung. Die Komposition stammt aus dem breühmten „Orgelbüchlein“, einer Sammlung verschiedener Kirchenchoräle des ganzen Kirchenjahres. Bach hat bei diesem Lied alle drei Strophen einen je eigenen Satz unterlegt.
Präludium und Fuge in g-Moll (BWV 535) hat für mich etwas zutiefst österliches in sich - es erscheint die Emmausgeschichte in sich zu tragen: Im Präludium hebe 16-tel an, ein wenig fragend verzagt, zu denen sich zunächst vorsichtig, dann aber deutlich das Pedal gesellt. Danach ertönen 32-tel Läufe, die wie ein Redeschwall herabfallen, wieder aufsteigen und schließlich „die Augen öffnen“. Die Fuge ist eine weitere Auslegung über das Thema, das bereits im Päludium im ersten Pedaleinsatz erschienen ist.

Samuel Scheidt wirkte in den Niederlanden und später in seiner Heimatstadt Halle (Deutschland).
Das Echo ist ein sehr originelles Werk, das bewusst die Möglichkeit zweier Klangebenen der Orgel ausnützt. Dadurch imitiert er in gewisser Weise die doppelchörigen Canzonen, wie sie auch in Italien üblich waren. Die zwei Sätze unterscheiden sich im Ausdruck: Der erste wirkt eher festlich, der zweite meditativ.

Dietrich Buxtehude ist ein Norddeutscher Orgelmeister und wirkte in Hamburg. Bei der Passacaglia ertönt ein immerwährend gleichbleibendes Thema wieder und wieder. Darüber entstehen Variationen, die zwar ausbrechen wollen, aber immer wieder zum Ausgangspunkt zurück gezwungen werden. Auch wenn die Variationen in Bewegung und Dynamik unterschiedlich intensiv gestaltet sind, können sie nicht ausbrechen. Sie kreisen stets über den feststehenden gleichen Baß.

Lefébure-Wely wurde 1817 als Sohn eines  Organisten in Paris geboren. Nach dem Studium am Pariser Konservatorium trat in die Fußstapfen seines Vaters und löste ihn als Organist an der Pariser Kirche Saint-Roch ab. Später wirkte er an den Kirche La Madeleine und Saint-Sulpice. Zu dieser Zeit genoss Lefébure-Wely große Popularität in Frankreich. Er war bekannt als genialer Improvisator und Komponist, der die neuen Möglichkeiten der modernen Orgel effektvoll einzusetzen wusste. Lefébure-Wely führte eine neue Art der Kirchenmusik ein, die volkstümliche Themen und gar Elemente der Salonmusik mit dem Stil der Französischen Romantik verband. Sein Hauptwerk ist die Sammlung "L'Organiste Moderne" ("Der moderne Organist") und enthält liturgische Orgelmusik für die katholische Liturgie. So sind die kleinen Werke Communion und Elevation für die Messe und Versett für den Vespergottesdienst vorgesehen.

Augustinus Franz Kropfreiter (1936-2003) war Stiftsorganist in St. Florian und hat fast ausschließlich geistliche Werke komponiert. Die Harmonik ist herb und mitunter dicht, doch sehr farbig und ausdrucksstark.
Wieder ertönt das Lied „Christ ist erstanden“, diesmal in modernder Musiksprache. Das Werk wurde für die Vorspielsammlung zum GOTTESLOB geschrieben: ist eine Phantasie, als Postludium der Messe gedacht.
Die Toccata francese wiederum ist ein stark rhythmusbetontes Werk. Das immer wieder kehrende Kurzmotivische Thema mündet in dichte Akkorde. Als kurzer Mittelteil entsteht ein Fugato, dass bis zum Ende als Gegensatz zu diesem Thema auftritt.