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Klangbeispiele:

Vergnügte Ruh,...............BWV 170
Ich armer Mensch,..........BWV 55
Ich bin vergnüg,..............BWV 84


Programm


Johann Sebastian Bach

Solokantaten

Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust,  BWV 170

Ich armer Mensch, ich Sündenknecht, BWV 55

Ich bin vergnügt mit meinem Glücke, BWV 84



Mitwirkende

Tünde Szabóki: Geboren in Budapest. 1982-1991 Studien am Béla-Bartók-Konservatorium und der Franz-Liszt-Musikhochschule in Budapest: Klavier, Chordirigieren, Gesang. Diplom Als Klavierpädagogin und –begleiterin. Fortsetzung des Studiums an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst (Kunst-Universität) Graz: Oper, Lied und Oratorium, Opernschule. – 1998 Diplom mit Auszeichnung. Meisterkurse bei KS Astrid Varnay und KS Hannelore Kuhse.

2000 Stipendiatin des Ungarischen Wagner-Gesellschaft Bayreuth, Finalistin bzw. Preisträgerin mehrerer Gesangswettbewerbe (Belveder-Wettbewerb Wien, Hilde-Zadek-Wettbewerb Passau u.a.)

Pädagogische Tätigkeit: 1991 – 1995 Korrepetitorin (Opernschule) an der Kunst-Universität Graz.
2000-2003 sowie seit 2008 Stimmbildnerin des Domchores St. Stephan Wien, seit 2004 Stimmbildnerin des Nationalphilharmonischen Chores Budapest.   Künstlerische Tätigkeit: Gefragte Sopransolistin über ganz Europa hinaus auch  in Israel und Syrien: Auftritte im Gran Teatro LICEU Barcelona, Opernhaus Graz, Prinzregenten-Theater München, National Theater Miskolc, Csokonay Theater Debrecen. – Festivals: Budapester Frühling, Kirchenmusikfestival Budapest, Styriarte Graz, Carinthischer Sommer Ossiach, Bernstein-Festival Jerusalem, Musikbiennale Berlin, Salzburger, Luzerner und Bregenzer Festspiele, Bergfestspiele Seefeld, Rheingau-Festival Kloster Eberbach, Musikfestival Schleswig Holstein.

Zusammenarbeit mit der international bedeutenden Dirigenten wie Fabio Luisi, Philippe Jordan, Milan Horvath, Adam und Iván Fischer, Sylvain Cambreling und vielen anderen, sowie mit den bekanntesten an großen Kirchen tätigen Dirigenten (Alois Glaßner, Johannes Ebenbauer und Joseph Döller. – Rezente Highlights der Auftritte von Tünde Szabóki: 2007 fulminanter Erfolg beim Sommerfestival Klosterneuburg als Leonore in Beethovens „Fidelio“ (2008 Verpflichtung an die Budapester Staatsoper für diese Partie.)  Sopransolistin in Haydns „Mariazeller Messe“ im Stephansdom, anlässlich des Besuches von Papst Benedikt XVI. in Österreich. 2008 Sopransolistin in Mahlers 8. Symphonie (Ungarische Nationalphilharmonie/ Zoltán Kocsis).


Katrin Auzinger. Geboren 1982 in Linz. Ab dem 7. Lebensjahr Klavierunterricht, zwei Jahre später zusätzlich Violoncello. Studium Konzertfach Violoncello (1998-2000  Mozarteum, bei Heidi Litschauer, 2000-2007 Kunst-Universität Graz – Expositur Oberschützen –,bei Tobias Stoisits), Diplom bzw. Magisterium. – Nach Beginn des Studiums für Sologesang am Mozarteum (2000) dessen Fortsetzung an der Universität für Musik und darstellen Kunst Wien (bei Margarita Lilova und Claudia Visca).

2006 1. Diplom für Sologesang mit Auszeichnung und 2. Preis beim Internationalen Petyrek-Liedwettbewerb Wien.
Seit Oktober 2006 Studium „Musikdramatische Darstellung“ bei Reto Nickler und „Lied und Oratorium“ bei Edith Mathis – ab Oktober 2007 bei Robert Holl. Zuerkennung eines Stipendiums für einen Meisterkurs bei Christa Ludwig (2008).
Auftritte: Fidalma in Cimaoras Oper „Die heimliche Ehe“ (2005), Eustazia in Händels Oper „Rinaldo“ (2007), Ruggiero in Händels Oper „Alcina“, Solistin in Barockkonzerten (Bach und Schütz).


Markus Miesenberger. Geboren 1978 in Linz. Als Siebenjähriger Beginn der musikalischen Ausbildung (Violine), ab 1993 Fortsetzung des Violinstudiums am Mozarteum Salzburg, Abschluss des Konzertfachstudiums Violine und Viola an der Musikuniversität Wien.

Erste Auftritte als Gesangssolist bei Aufführungen im Rahmen des Linzer Musikgymnasiums, zahlreiche Konzertreisen als Mitglied des Mozartchores (Europa, naher und ferner Osten).

Erste Gesangsausbildung 1998 (bei Gertrud Schulz in Linz), ab 1999 an der Wiener Musikuniversität (u. a. bei Sebastian Vitucci), in weiterer Folge Studium bei Robert Holl (Lied und Oratorium) und in der Opernklasse (Didier Orlowsky und Uwe Theimer), überdies Ausbildung als Gesangspädagoge. Abschluss sämtlicher Studienrichtungen 2007. – Besuch einer Reihe von Sommerakademien und Meisterkursen. Finalist bei Yamaha-Gesangswettbewerb Wien. 2007 Abschluss der Studien mit Diplom (Magisterium)

Künstlerische Tätigkeit: Tenorsolist in zahlreichen Oratorien und Kantaten aus Romantik (Mendelssohn-Bartholdy), Klassik (Haydn, Mozart) und Barock (zahlreiche Werke von J. S. Bach, die großen Oratorien, h-Moll-Messe, Kantaten) sowie klassischer Kirchenmusik.

Interpret unterschiedlichster Werke des Musiktheaters (Oper, Operette, Musical). Tenorsolist einer CD-Produktion der „Missa criolla“ von Ariel Ramirez.
Gefragter Liedsänger (Schwerpunkt Schubert und Schumann), u.a. gemeinsame Liederabende mit Robert Holl (Carinthischer Sommer, Wiener Konzerthaus, Schubertiade Dürnstein).
Zusammenarbeit mit einer Reihe von namhaften Dirigenten Paul Angerer, Uwe Theimer, Alois Hochstrasser, Wolfgang Gabriel, Miklos Harazdy.
Engagements bei verschiedenen Festivals (Wien, Salzburg, Liechtenstein).Bühnenauftritte: Schönbrunner Schlosstheater, Ungarische Staatsoper, Linzer Landestheater, Wiener Taschenoper.


Florian Aichinger. Geboren 1985 in Wien. Musikalische Ausbildung seit dem Jahr 2000 an der Wiener Musikuniversität (Klavier), ab 1994 Flöte bei Raphael Leone. Beginn des Konzertfach-Studiums Flöte bei Barbara Gisler. Meisterkurse bei Philippe Bernold, Pierre Ives Artaud, Trevor Wye u.a. Sommersemester 2006 Erasmus-Stipendiat am Conservatoire National Supérieur Musique et Danse de Lyon (Philippe Bernold).

Wettbewerbe: 1999 – 1.Preis „Prima la Musica“ (Landeswettbewerb Wien). 2001 – 1. Preis „Prima la Musica“ (Landeswettbewerb Wien) und 2. Preis (Bundeswettbewerb).

2003 – 1. Preis und Sonderpreis „Prima la Musica“ (Landeswettbewerb Wien) und 3. Preis (Bundeswettbewerb, bei Nichtvergabe eines 1. Preises). 2. Preis beim Internatoionalen Wettbewerb „Jeunesse Musicales Bucharest“. 2006 Preis als Solist beim Wettbewerb „Musica Juventutis“. 2007

1. Preis beim „Internationalen Flötenwettbewerb Friedrich Kuhlau“. 2007 2. Preis Wettbewerb „Gradus ad Parnassum“.

Künstlerische Tätigkeit: 1.Flötist: Internationales Orchesterinstitut Attergau, Webern-Symphonie-Orchester, European Youth Orchestra. Arbeit mit Valery Gergjew, Pierre Boulez, Sir Colin Davis u.a.Als Preisträger der angeführten Wettbewerbe solistische Auftritte in Preisträgerkonzerten. Gründungsmitglied der „Camerata Viennensis“.


Gottfried Boisits. Geboren 1944. Oboen-Studium an der akademie (Universität) für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Hans Hadamowsky. 1970 – 2004 Mitglied der Wiener Philharmoniker und des Wiener Staatsopernorchesters, ab 1978 als Solo-Oboist.

Ausgedehnte künstlerische Tätigkeit in Kammermusik-Ensembles, Mitglied des Eichendorff-Bläserquintetts, des Trio Douze und der Pannonischen Harmonie. Innerhalb des weit gespannten Repertoires von Gottfried Boisits nimmt die Barockmusik einen breiten Raum ein. Pädagogische Tätigkeit: Seit 2005 bekleidet Gottfried Boisits eine Professur für Ensemblespiel an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Gründungsmitglied der „Camerata Viennensis“.


Peter Baumgartner. Geboren 1981 in Wien. Erster Geigenunterricht bei Edith Steinbauer, dann am Konservatorium (jetzt Privatuniversität) Wien bei J. Polatschek und Gernot Winischhofer, danach bei Annemarie Ortner-Kläring (Konzertmeisterin des RSO). Ab 2001 Studium an der Wiener Musikuniversität (Klaus Maetzel, Ass. Birgit Kolar). 1. Diplom 2006. – Meisterkurse bei Konzertmeistern und Primgeigern prominenter Ensembles wie RSO, Wiener Streichsextett und Vilnius-Quartett, bei Bijan Khadem-Missagh, Arkadni Gutikov, Wolfgang David, Klaus Maetzel u.a.

Erfolgreiche Teilnahme an internationalen Violin-Wettbewerben (Brahms-Wettbewerb, Bruckner-Wettbewerb, Königin-Sophie-Charlotte-Wettbewerb).

Künstlerische Tätigkeit: Zahlreiche solistische Auftritte und Mitwirkungen in führenden Orchestern und Kammermusik-Ensmbles Österreichs. Konzerte im Wiener Musikverein und im Wiener Konzerthaus, in der Berliner Philharmonie, in Spanien und in Schweden. Gründungsmitglied der „Camerata Viennensis“.


Julia Kainz. Geboren 1981 in Gmünd. Beginn der musikalischen Ausbildung an der dortigen Musikschule (Violine und Klavier). Ab 1998 Konzertfach Violine bei Michael Frischenschlager.

1. Diplom 2002. Danach Fortsetzung und Abschluss des Studiums 2006 bei Klaus Maetzel (Diplom bzw. Magisterium). Im selben Jahr Abschluss des Studiums Instrumentalpädagogik Violine (Schwerpunkt Klavier). Außerdem Absolvierung des Lehrgangs „Atem, Stimme und Bewegung“. Derzeit Masterstudium Instrumentalpädagogik. – 1995 1. Preis (Kategorie Kammermusik) beim Landeswettbewerb Niederösterreich „Prima la Musica“ und  1998 1. Preis (Kategorie Violine).

Mit ihrem Streichtrio errang Julia Kainz einige 1. Preise bei Kammermusikwettbewerben in Tschechien. 1. Preis beim Wettbewerb „Concertino Bohemia“ 1994 mit dem Streichorchester der Grundkunstschule C. Budéjovice, dessen Mitglied sie 1993-1995 war. Pädagogische Tätigkeit: Leiterin einer Violin- und einer Klavierklasse im „Musikschulverband oberes Waldviertel“.

Künstlerische Tätigkeit: 1994 – 2000 Mitglied des Jugendsymphonieorchesters Niederösterreich. Konzertmeisterin dieses Orchester und des Orchestervereins der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (2001). Mitwirkungen im Wiener Jeunesse Orchester, der Jungen Philharmonie Wien, dem Gustav-Mahler-Jugendorchester (2005 Tournee mit Ingo Metzmacher in die wichtigsten Musikzentren Europas, zuletzt zu den Salzburger Festspielen). Tournee mit dem Vienna-Mozart-Orchester durch China. Gründungsmitglied der „Camerata Viennensis“.


Tamara Štajner. Geboren in 1987 in Novo Mesto, Slowenien. Beginn der Musikausbildung (Violine) mit 8 Jahren. Anschließend studierte sie dann während ihrer Gymnasialzeit in Ljubljana für vier Jahre Viola bei Jernej Brence, bevor sie 2006 an der Musikuniversität Wien ihr Konzertfachstudium Viola bei Siegfried Führlinger (derzeit ist sie im zweiten Studienjahr) fortsetzte.

2003 und 2006 jeweils 1. Preis des slowenischen Nationalwettbewerbs. Überdies erhielt Tamra Štajner 2006 für ihre künstlerischen Erfolge den Marija-Škerjanc-Preis. Teilnahme an Meisterklassen: Siegfried Führlinger, Jernej Brence, Helfried Fister, Jürgen Kussmaul, Christiano Ricci, Georg Hamann.

Künstlerische Tätigkeit: Mitglied des Internationalen sinfonischen Orchesters SFK, Mitwirkung in verschiedenen Orchestern, damit Zusammenarbeit mit Nenad Firšt, Pablo Boggiano, Pierre Boulez und Riccardo Muti sowie in Jazz- und Kammermusik-Ensembles. Gründungsmitglied der „Camerata Viennensis“.


Josef Luitz. Geboren in Wien, Solocellist des NÖ Tonkünstler-Orchesters und der Academia Allegro Vivo. – Cellostudium bei Walther Kleinecke (Wiener Philharmoniker) und Nikolaus Hübner am Konservatorium der Stadt Wien (jetzt Privatuniversität). Meisterkurs bei Radu Adulescu in Spanien.

Pädagogische Tätigkeit: Seit 1972 Professor am Konservatorium (Privatuniversität) der Stadt Wien. Seit über 30 Jahren Kursleitungen für Violoncello: Wiener Musikseminar, Allegro Vivo, NÖ Musikschulwerk sowie beim Mittsommernachts-Festival in Umeå (Schweden), Seminare in Japan.

Künstlerische Tätigkeit Orchesterverpflichtungen: Zahlreiche solistische und kammermusikalische Konzerte, Rundfunk- und CD-Aufnahmen, Konzertreisen in Europa, Russland, Südamerika, Ferner Osten (Ostasien, Japan, Taiwan, Korea). Gründungsmitglied der „Camerata Viennensis“.


Nevena Karamatic. Geboren 1984 in Smederevska Palanka, Serbien. 1992 – 1998 Klavierunterricht an der Musikschule Smederevska Palanka. 1998 – 2004 Kontrabass-Unterricht an der Schule für Musiktalente in Cuprija bei Sascha Kulenovic (Philharmonie Belgrad). 2002 und 2006 Meisterkurse bei Zoran Markovic (Philharmonie Ljubljana). Seit 2004 Studium an der Wiener Musikhochschule, Konzertfach Kontrabass, bei Josef Niederhammer und Werner Fleischmann. Seit 2006 zusätzliche Ausbildung in der Studienrichtung Instrumentalmusikerziehung.

Wettbewerbe: 2000 2. Preis beim Serbischen Bundeswettbewerb. 2001 1. Preis beim internationalen Wettbewerb „Petar Konjovic“, Belgrad. 2002 und 2004 jeweils1. Preis beim serbischen Bundeswettbewerb.

Künstlerische Tätigkeit: Mitglied der „Jungen Philharmonie Wien“, des „Franz-Schmidt-Kammerorchesters“, des „Pro Arte Orchesters“ der Universität Wien, des Universitätsorchesters Wien. Auftritte in verschiedenen Orchestern und Ensembles Serbiens, umliegender Länder, so auch der „Vereinigten Bühnen Wien“. Tourneen nach Belgien, Slowenien, Ungarn und China. Solokonzerte in Serbien und Slowenien. Gründungsmitglied der „Camerata Viennensis“.


Elke Eckerstorfer. Geboren 1974 in Wels. Beginn des Klavierstudiums am Bruckner-Konservatorium Linz. Seit 1994 Studium an der Hochschule (Universität) für Musik und darstellende Kunst Wien, Konzertfach Orgel (bei Rudolf Scholz) und Instrumentalpädagogik Klavier (bei Antoinette von Zabern). 2000/2001 Studien in Paris, Conservatoire National Supérieur, Orgelklasse von Michel Bouvard und Olivier Latry. 2005 Abschluss des Orgel-Konzertfachstudiums (bei Michael Radulescu), Diplom mit „einstimmiger Auszeichnung“ – Magisterium. Würdigungspreis des Bildungsministeriums. – Mehrmals Teilnahme an der „Internationalen Bach-Akademie“ in Porrentruy/Schweiz und an Meisterkursen bedeutender Orgenisten.

Wettbewerbe: Oftmals Preisträgerin österreichischer Landes- und Bundeswettbewerbe „Jugend musiziert“. 1. Preis beim Internationalen Wettbewerb für junge Organisten Aigen/Schlägl 1998. 
2. Preis und Publikumspreis beim XIV. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb Leipzig 2004.
Pädagogische Tätigkeit: Klavier- und Orgelunterricht an Musikschulen in Niederösterreich 
Künstlerische Tätigkeit: Zahlreiche Konzerte in Europa und Asien. Gründungsmitglied der „Camerata Vienennsis“.


Rudolf Scholz. Geboren 1933 in Wien, Dr.phil. der Universität Wien 1963 (Musikwissenschaft, Kunstgeschichte), Absolvent der Akademie (jetzt Universität) für Musik un darstellende Kunst in Wien 1964 (Orgel: Konzertfach und pädagogische Staatsprüfung).

Pädagogische Tätigkeit: Orgel und Generalbass seit 1964 an der Musikuniversität Wien, ab 1975, als o. Univ.- Prof. Leiter einer Klasse künstlerischer Ausbildung Orgel (Konzertfach) sowie Vorstand des Instituts für organologische Forschung und Dokumentation an der Wiener Musikuniversität. Emeritierung 2001.

Internationale Konzerttätigkeit sowohl in Orgel-Solokonzerte,, als auch in Chor- und Orchesterwerken aller Stilepochen unter der Leitung der Dirigentenelite der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts (Herbert von Karajan, Leonard Bernstein, Zubin Mehta Carl Melles, Claudio Abbado, Riccardo Muti u.v.a.). Gründer der „Camerata Viennensis“. 




INHALT



Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust

Arie:
Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust,
dich kann man nicht bei Höllensünden,
wohl aber Himmelseintracht finden,
du stärkst allein die schwache Brust,
vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust;
drum sollen lauter Tugendgaben
in meinem Herzen Wohnung haben.

Rezitativ:
Die Welt, das Sündenhaus,
bricht nur in Höllenlieder aus
und sucht durch Hass und Neid
des Satans Bild an sich zu tragen,
ihr Mund ist voller Ottergift,
der oft die Unschuld tödlich trifft,
und will allein von Racha, Racha sagen.
Gerechter Gott, wie weit
ist doch der Mensch von dir entfernet,
du liebst, jedoch sein Mund
macht Fluch und Feindschaft kund
und will den Nächsten nur mit Füßen treten,
ach, diese Schuld ist schwerlich zu verbeten.

Arie:
Wie jammern mich doch die verkehrten Herzen,
die dir, mein Gott, so sehr zuwider sein,
ich zittre recht und fühle tausend Schmerzen,
wenn sie sich nur an Rach und Hass erfreun.
Gerechter Gott, was magst du doch gedenken,
wenn sie allein mit rechten Satansränken
dein scharfes Strafgebot so frech verlacht,
ach, ohne Zweifel hast du so gedacht:
Wie jammern mich doch die verkehrten Herzen.

Rezitativ:
Wer sollte sich demnach
wohl hier zu leben wünschen,
wenn man nur Hass und Ungemach
vor seine Liebe sieht;
doch weil ich auch den Feind
wie meinen besten Freund
nach Gottes Vorschrift lieben soll,
so flieht
mein Herze Zorn und Groll
und wünscht allein bei Gott zu leben,
der selbst die Liebe heißt,
ach, eintrachtvoller Geist,
wenn wird er dir doch nur
sein Himmelszion geben?

Arie:
Mir ekelt, mehr zu leben;
drum nimm mich, Jesu, hin.
Mir graut vor allen Sünden,
lass mich dies Wohnhaus finden,
woselbst ich ruhig bin.



Ich armer Mensch, ich Sündenknecht

Arie:
Ich armer Mensch, ich Sündenknecht,
ich geh vor Gottes Angesichte
mit Furcht und Zittern zum Gerichte,
er ist gerecht, ich ungerecht,
ich armer Mensch, ich Sündenknecht.

Rezitativ:
Ich habe wider Gott gehandelt
und bin denselben Pfad,
den er mir vorgeschrieben hat,
nicht nachgewandelt.
Wohin?
Sollt ich der Morgenröte Flügel zu meiner Flucht erkiesen,
die mich zum letzten Meere wiesen,
so wird mich doch die Hand des Allerhöchsten finden
und mir die Sündenrute binden.
Ach ja,
wenn gleich die Höll ein Bette
vor mich und meine Sünden hätte,
so wäre doch der Grimm des Höchsten da,
die Erde schützt mich nicht,
sie droht, mich Scheusal zu verschlingen,
und will ich mich zum Himmel schwingen,
da wohnet Gott, der mir das Urteil spricht.

Arie:
Erbarme dich,
laß die Tränen dich erweichen,
laß sie dir zu Herzen reichen,
laß um Jesu Christi willen
deinen Zorn des Eifers stillen,
erbarme dich.

Rezitativ:
Erbarme dich,
jedoch, nun
tröst ich mich,
ich will nicht für Gerichte stehen
und lieber vor den Gnadenthron gehen,
zu meinem frommen Vater gehen,
ich halt ihm seinen Sohn,
sein Leiden, sein Erlösen für,
wie er für meine Schuld
bezahlet und genug getan,
und bitt ihn um Geduld,
hinfüro will ich’s nicht mehr tun,
so nimmt mich Gott zu Gnaden wieder an.

Chor:
Bin ich gleich von dir gewichen,
stell ich mich doch wieder ein,
hat uns doch dein Sohn verglichen
durch sein Angst und Todespein,
ich verleugne nicht die Schuld,
aber deine Gnad und Huld
ist  viel größer als die Sünde,
die ich stets bei mir befinde.



Ich bin vergnügt mit meinem Glücke

Arie:
Ich bin vergnügt mit meinem Glücke,
das mir der liebe Gott beschert.
Soll ich nicht reiche Fülle haben,
so dank ich ihm vor kleine Gaben
und bin doch nicht derselben wer.

Rezitativ:
Gott ist mir ja nichts schuldig,
und wenn er mir was gibt,
so zeigt er mir, dass er mich liebt,
ich kann mir nichts bei ihm verdienen;
denn was ich tu, ist meine Pflicht,
ja wenn mein Tun gleich noch so gut geschienen,
so hab ich doch nichts Rechtes ausgericht’;
doch ist der Mensch so ungeduldig,
dass er sich oft betrübt,
wenn ihm der liebe Gott nicht überflüssig gibt.
Hat er uns nicht so lange Zeit
umsonst ernähret und gekleid’
und will uns einstens seliglich
in seine Herrlichkeit erhöhn?
Es ist genug vor mich,
dass ich nicht hungrig darf zu Bette gehen.

Arie:
Ich esse mit Freuden mein weniges Brot
und gönne dem Nächsten von Herzen das Seine.
Ein ruhig Gewissen, ein fröhlicher Geist,
ein dankbares Herze, das lobet und preist,
vermehret den Segen, verzuckert die Not.

Rezitativ:
Im Schweiße meines Angesichts
Will ich indes mein Brot genießen,
und wenn mein’ Lebenslauf
mein Lebensabend wird beschließen,
so teilt mir Gott den Groschen aus,
da steht der Himmel drauf,
o wenn ich diese Gabe
zu meinem Gnadenlohne habe,
so brauch ich weiter nichts.

Chor:
Ich leb indessen ganz vergnüget
und sterb ohn alle Kümmernis
mir g’nüget, wie es mein Gott füget,
ich glaub und bin es ganz gewiß
durch deine Gnad und Christi Blut
machst du’s mit meinem Ende gut.