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Handglocken

Handglocken, auch Englische Handglocken genannt, wurden vor ca. 400 Jahren in England nach dem Vorbild der Kirchenglocken geschaffen (kreiert). Handglocken-Sets werden chromatisch gestimmt und können aus bis zu 9 Oktaven bestehen. Sie werden in der Reihe von tieferen zu höheren Tonlagen aufgestellt - so wie die weißen und schwarzen Tasten eines Klaviers. Die Musik der Handglocken ist durch ihren hoch resonanten und einzigartig anziehenden Klang charakterisiert, der durch die Obertöne zustande kommt.

Erfreuen Sie sich an der wunderbaren Musik und dem zarten Glockenklang des 8-Hände (4-Spieler/innen) bestehenden Handglockenensembles "Mai", das mit großer Handfertigkeit 37 Glocken zum Erklingen bringt.



Klangbeispiele

zu 02 César Franck
zu 12 Teiichi Okano
zu 13 Kazuhiko Onoe


Programm



Beschreibung zum
Gebet für Orgel (1987) - Kazuhiko Onoe (*1942)

Das Stück "Gebet I" wurde für das Hiroshima-Gedenkkonzert für Frieden komponiert. Es wurde 1987 von Kaoru HIYAMA in Hiroshima und 26 Europäischen Städten (u. a. auch in Mödling / St. Othmar) und 1988 in den USA und Kanada aufgeführt. Es drückt eine Drohung und Warnung vor den Sünden jener Menschen aus, die die Atombombe entwickelten und einsetzten. Das wichtigste Motiv sind die Rufe des Vogels, der in die Morgenröte einer neuen Menschheitsgeschichte fliegt. Sie senden uns immer wieder eine Warnung durch diese Musik. "Gebet I" besteht aus zwei Sätzen. Der erste Satz hinterfragt durch die Schreie des Vogels die Sünden der Menschen und die Explosion der Atombombe. Die 5-Ton-Fuge lässt die Sünden der Menschheit leicht hörbar erscheinen. Auf der Spitze des Sündenwirbels beginnt der Tag. Der zweite Satz beschreibt die Kämpfe mit dem Teufel. Alle Glocken der Welt schlagen Alarm. Verschiedene Motive beschreiben z. B. herumirrende Menschen auf der Suche nach Wasser, den Teufel, der die Menschen an das Ende der Welt zerrt, und die Stimme eines sterbenden jungen Mädchens, das nach seiner Mutter ruft. Am Ende wird das Mädchen ein am Himmel scheinender Stern. Er leuchtet wie unser aufrichtiges Gebet für Frieden.

Ich bin in Hiroshima geboren und aufgewachsen, der ersten Stadt der Welt, die die Auswirkungen der Atombombe erleben und erleiden musste. 200.000 Menschen sind im Bruchteil einer Sekunde umgekommen, die Stadt brannte komplett nieder und hinterließ nur Asche. Als wäre das nicht genug, so leiden jene, die überlebten - und auch die zweite Generation - noch immer an den Langzeitfolgen. Durch Hass wird kein einziges Problem gelöst. Zorn wird nur noch größere Zerstörung bringen, Rache zu mehr Raub und Plünderung führen. Atomwaffen dürfen nie mehr eingesetzt werden. Ihr Gebrauch würde unser Ruin sein - der Ruin der Menschheit. Wir Menschen führen einen Krieg nach dem anderen. Können wir nicht Frieden schaffen mit dem Fundament der Liebe? Verzeihen ist eine schwierige Aufgabe. Kann ich jemandem vergeben, der mich betrogen hat, der mich verflucht hat, in den Rücken gefallen ist und mich bestohlen hat? Wir können einander nur verzeihen, wenn wir die Liebe Gottes kennen, der uns ehrlich liebt und der einzige ist, der uns unsere Sünden vergibt. Möge Gottes Friede in unseren Herzen herrschen. Möge Friede auf Erden sein.


Kuenstler

Kaoru HIYAMA (Orgel)

1954 geboren in Hiroshima (Japan), Klavierunterricht ab dem 6., Orgelunterricht ab dem 17. Lebensjahr. Studium mit Stipendium an der "Elisabeth-Musikhochschule" in Hiroshima, von 1980 bis 1982 an der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen Herford (BRD) bei Prof. Dr. Arno Schönstedt (A-Prüfung im Fach Orgel). Ab 1983 Studium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Prof. Dr. Rudolf Scholz; Diplomprüfung im Dezember 1984. Außerdem Ausbildung im Fach Cembalo. Soloabende im Rahmen von Konzerttourneen ab 1982 durch mehrere Länder Europas, wie Deutschland (u.a. Berlin, Bad Sachsa, Bad Segeberg, Bad Selzen, Bielefeld, Bückeburg, Brunshüttel, Dortmund, Düsseldorf, Hannover, Heiligenhafen, Helgoland, Herford, Kiel, Langenhorn, Lemgo, Lockum, Lübeck, Lütgen-Dortmund, Meldorf, Melle, Passau, Schleswig, St.Peter-Ording, Tönning, Trier, Uelzen, Winsen, Wittenberg und Wuppertal), England (London), Finnland (Aland), Holland (Den Haag, Edam, Rotterdam, und Utrecht), Norwegen (Oslo, Otta), Österreich (Wien, Altenburg, Aschbach, Eisenstadt, Groß-Riedenthal, Hollabrunn, Innsbruck, Kilb, Lilienfeld, Maria Roggendorf, ... u. a. in Mödling - beim MÖDLINGER ORGELSOMMER 1987, 1993, 1996, 2000, 2003 sowie beim "Jubiläumsorgelsommer" 2007; Salzburg, Seitenstetten, Söll, St. Wolfgang und Wilhelmsburg, Bad Schönau, Halbturn), Polen (Warschau, Kamien Krakau, Krasnobrod, Lublin, Pomorski, Szcecin, und Wisla), Schweden (Stockholm), Ungarn (Budapest), sowie USA (Chicago, Detrit, Deerfield, Los Angeles, Mineapolis, Honolulu und Kahului), Kanada (Montreal) und Japan (Tokio, Osaka, Sapporo, Kobe, Himeji,Hiroshima, Izumo, Kagoshima, Kurasiki, Kure, Mathue, Mathuyama, Miyazaki, Okayama, Okinawa, Saidaiji, Takarazuka, Tokushima, Tochigi, Yamaguchi usw.). Mitwirkung bei Orchesterkonzerten in Europa und Japan; CD-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen in Japan. Pädagogische Tätigkeit bei mehreren Kirchenmusik-Seminaren in Japan und der "Altenburger Musik-Akademie" 1993 und 1996 in Österreich. Direktorin eines Musikkonservatoriums und Kirchenmusikdirektorin in Hiroshima.