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Programm:



Das Thema



Klangbeispiel:

1 Praeludium und Fuge über den Namen B-A-C-H

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CD Beschreibung:

Das Thema über B-A-C-H wird nicht nur als cantus firmus verwendet, sondern auch zur Gewinnung schneller Figurationen mit clusterartiger
Wirkung. Nach dem Präludium in Toccata-Form über begleitendem Baß wird die sehr schöne Fuge über das berühmte B-A-C-H mit einem von Bach selbst verwendeten chromatischen Gegenmotiv verbunden. Zahlreiche Toccata-Züge führen zum Schluß. Präludium und Fuge über B-A-C-H präsentieren sich somit als eine Komposition, bei welcher ein klassisches Formschema durch harmonische Kunstgriffe und Ansätze zu Atonalität zu einem für die Orgelmusik der Entstehungszeit ausgesprochen avantgardistischen Stück ausgeformt ist.

Die Variationen über den Basso Continuo des ersten Satzes der Kantate „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen, Angst und Not sind des Christen Tränenbrot“ und des Crucifices der H-moll Messe von J.S. Bach, komponierte Liszt 1863 unter dem Eindruck des frühen Todes seiner Tochter Bladine. Die Vorlage der Bachschen Komposi-tionen ist in erster Linie Anregung und Ausgangspunkt für eine eigenständige musikalische Entwicklung Liszts. Die Stimmung der Verzweiflung und Traurigkeit wird von Liszt mit allem romantischen Kompositionstechniken, besonders aber durch sinkende Chromatismen als Basso continuo, bis in die letzten Abgründe ausgelotet. Der Abbe Liszt beendet dieses bewegte Werk mit dem lutheranischen Choral: „Was Gott tut, das ist wohlgetan“. Liszt formuliert hier ein eigenes Glaubensbekenntnis: Die Verzweiflung des Christenmenschen birgt zugleich einen Funken Hoffnung. Das Vertrauen auf Gott ist der Schlüssel zur Erlösung.

„Ad nos, ad salutarem undam“ ist wohl das erste und zugleich monumentalste Orgelstück Liszts. 1849 wurde die Oper „Le Prophete“ von Giacomo Meyerbeer in Paris uraufgeführt. In Verehrung Meyerbeers widmete Franz Liszt ihm 1850 diese Komposition über den zentralen Wiedertäufer-Choral, ein rhythmisches Rezitativ, das die Wiedertäufer in der Oper singen: „Ad nos, ad salutarem undam, iterum venite miseri


In dieser gigantischen dreisätzigen Orgelsinfonie erscheint das Motiv 27 mal mit vielen Modifikationen; besonders durch chromatische Alteration einzelner Töne wid das Thema in der von verminderten Septakkorden bestimmten Harmonik Liszts dramatisch erhöht.  


Orgelbeschreibung:


Im April 1852 entwarf Eberhard Friedrich Walcker die Disposition für die Dom Orgel zu Zagreb, welche im Oktober 1855 fertiggestellt und geweiht wurde.

Die grundlegenden Eigenschaften der Domorgel sind weite Mensuren und ein voluminöser Klang. Die Register sind sehr fein und charakteristisch  intoniert. Die Pfeifen sind aus erstklassigen Holz und 75%-igen Zinn herge-stellt. Alle Registerfamilien sind in großer Zahl und in mehreren Schattierungen angeordnet. Hervor zu heben sind die Prinzipale in allen Manualen, die mit den Mixturen ein volles und tragbares Pleno ergeben. Die Flöten sind ebenfalls in großer Zahl abgeordnet und so verteilt, dass der Künstler an allen 4 Manualen Flöten-chöre erklingen lassen kann. Die Streicherregister sind mild intoniert wobei die leiseren einen besonders ätherisch tragbaren Klang schaffen. Die Zungen-register, gut proportioniert und ausreichend vertreten verschmelzen ausgezeichnet beim vollen Orgelklang.

Eine wahre Klangbrillanz  zeigen Vox Humana im         IV. Manual und die Oboe, Physharmonica und Trompete Harmonique im III.Manual. Das Pedal ist sehr tragend mit einem großen Registerspektrum. Der kräftige Bombardon 32´ im Tutti bringt ein besonderes Volumen mit in den Gesamtklang ein.

Die Schönheit des Klanges findet ihren Ursprung sicher auch zu einem wesentlichen Teil in der Verteilung der Pfeifen innerhalb des großen Gehäuses, das aber ein Geheimnis des Orgelbauers bleiben wird.

Hinweise über die ORGEL sind im Internet unter: http://www.walcker.at/restaurierungen/Zagreb/Zagreb-Rest-Bericht.pdf  abrufbar.