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Filmausschnitt ...


PROGRAMM


Samuel Marckfelner            Preambulum (ex F)
(1621 - 1674)                         Fuga 6. Thoni
                                             Preambulum ex A

Georg Friedrich Händel       Voluntary III (from 6 voluntaries)
(1685 - 1756)                         Slow - Allegro - Largo - Fugue

Vivaldi / Bach                      Concerto a-Moll, BWV 593
.............................................Allegro - Adagio – Allegro

Johann Sebastian Bach        Liebster Jesu, wir sind hier, BWV 731
(1685 - 1750)                         Fantasie und Fuge G-Moll, BWV 542

Felix Mendelssohn               Sonáta č. 2, c mol
(1809 - 1847)                         Grave - Adagio - Allegro maestoso – Allegro moderato (Fúga)



Erläuterungen zum Programm

Orgelbaumeister Michael Walcker-Mayer führte durch das Programm

Zuerst wurde dem Künstler Mag. Stanislav Surin für sein Kommen gedankt, da er einige Tage zuvor einen sehr schweren Autounfall erlitten hatte

Am Ende des Konzertes wurden alle Helfer der Pfarrgemeinde, welche an den Reinigungs- und Sanierungsarbeiten an der Orgel beteiligt waren, mit einem Zertifikat u.a. ausgezeichnet



Samuel Marckfelner (1624-1674)
Leutschau, mit ihrem wunderbaren gotischen Altar wurde im 17.  Jhd neben Bratislava ein zweites Kulturzentrum (Zips) im Gebiet der Slowakei geworden. Hier, in der Hl. Jacobuskirche wurde auch die Groesste Barockeorgel der Slowakei enstanden. Samuel Marckfelner war einer der wichtigsten Organisten dieser Epoche und wirkte langjährig in der Hl. Jacobus. Er war ein ausgezeichneter Improvisator und Komponist. Leider ist nur ein Fragment seines Werks (keine seine Vokalkompositionen wurden erhalten) - kleine Orgelstuecke, erhalten. Diese Kompositionen haben einen Improvisatorischen Charakter und entsprechen dem technischen und klanglichen Charakter der slowakischen Barockorgeln.

Die Orgel in Leutschau (Hans Hummel aus Polen, 1629) war eine ausnahme und war die Groesste Orgel im Gebiet der Slowakei und hatte 2 Manuale und 27 Register. Als einzige Orgel dieser Zeit hatte auch eine Zunge. Fuer das Gebiet der Slowakei dieser Zeit sind meisten kleine Positive typisch. In der groesseren Städten wurden kleine 2 Manualige Werke gebaut. Die erste 3 Manualige Orgel wurde erst im Jahre 1864 gebaut.   



Georg Friedrich Händel (* 23. Februar 1685 in Halle (Saale); † 14. April 1759 in London) war ein deutsch-englischer Komponist im Zeitalter der Aufklärung, der vor allem durch seine zahlreichen Opern und Oratorien zu großer Berühmtheit gelangte. Zu seinem Hauptwerk zählen rund 40 Opern und 25 Oratorien, darunter auch das Oratorium Messiah (Der Messias) mit dem weltberühmten Halleluja-Chor. Händel hat in allen musikalischen Gattungen seiner Zeit Kompositionen hinterlassen.

Voluntary – freiwillig –
Orgelkomposition oder Improvisation, die in England bei der Liturgie ad libitum gespielt wurde. Später, im 17. Jhd. Wurde Voluntary synonym fuer mehrere Gattungstypen wie z.B. Praeludium, Fuge etc. gebraucht. Meistens endete V. mit einer Fuge. V. III aus 6 Voluntaries beginnt mit einem Adagio, dann folgt ein 2-stimmiger Teil. Der dritte Teil, der wieder langsam ist, ist nur ein Uebergang zur eine schnelle, lebhafte und freudige Fuge. 



Antonio Lucio Vivaldi (* 4. März 1678 in Venedig; † 28. Juli 1741 in Wien) war ein venezianischer Komponist und Violinist sowie katholischer Priester. Von den fast 500 Konzerten Vivaldis sind über 241 für Violine als Soloinstrument geschrieben

Concerto in a-Moll in der Orgelbearbeitung von Bach und im Original von Vivaldi
Gliederung der Tutti- und Solostellen, sowie Stellenwert und Verhältnis der Stimmen zueinander
Anfangsthema Tutti, dabei jedoch kurze Einwürfe der Soli (nichtthematische Figuren)
Soli: kein thematisches Material, nur Umspielung; erst später richtiges Solo mit Thema
Sologeigen haben fast nie thematisches Material, Hauptthema hauptsächlich im Orchester
=> untypisch für ein Concerto grosso.



Johann Sebastian Bach (* 21. Märzjul./ 31. März 1685greg. in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) war ein deutscher Komponist des Barock. Er gilt heute als einer der größten Tonschöpfer aller Zeiten, der die spätere Musik wesentlich beeinflusst hat und dessen Werke im Original und in zahllosen Bearbeitungen weltweit präsent sind. Zu seinen Lebzeiten fand Bachs kompositorisches Schaffen keine große Beachtung, verglichen etwa mit dem seiner Zeitgenossen Georg Friedrich Händel oder Georg Philipp Telemann. Europaweit bekannt war Bach zu Lebzeiten vor allem als Organist und Cembalovirtuose sowie als Meister der Improvisation (siehe auch Musikalisches Opfer). Ferner hatte er einen ausgezeichneten Ruf als Orgelgutachter. Daneben beherrschte Bach, wie viele damalige Musiker, auch die Violine und leitete Aufführungen seiner Werke häufig von der Bratsche aus.

Die „Werke für Orgel“ sind im Bach-Werke-Verzeichnis (BWV) unter den Nummern 525 bis 771 aufgeführt. Lässt man diejenigen beiseite, die vermutlich nicht von Bach stammen, bleiben etwa 220 Orgelkompositionen – ein Fünftel seines Gesamtwerks. Diese Zahl zeigt die Bedeutung der Orgel für Bach, der sie als das „persönlichste Instrument“ beschrieb. Instrumentale Choralbearbeitungen, Partiten, Fantasien, Präludien, Fugen, also orgelspezifische musikalische Formen, bildeten von früher Jugend bis ins hohe Alter die Grundelemente für seine Kompositionen.Zu Bachs Orgelwerk lieferten insbesondere die norddeutschen Komponisten Buxtehude, Bruhns und Reincken, sowie einige französische Komponisten musikalische Einflüsse.



Jakob Ludwig Felix Mendelssohn Bartholdy (* 3. Februar 1809 in Hamburg; † 4. November 1847 in Leipzig) war ein deutscher Komponist der Romantik. Er gilt als entscheidender Wiederentdecker der Werke Johann Sebastian Bachs.Entstammte einer respektierten und wohlhabenden bürgerlichen jüdischen Familie. Er hat sehr viele Kompositionen für Klavier, Motetten, Kantaten, Sinfonien, Overtüren, Schauspielmusik, Oratorien, Opern und Singspiele, Kammermusik geschrieben

Die II.te Sonate von Mendelssohn ist ein beliebte Orgelstucke ueberhaupt. Beginnt mit einer wirklich breiten GRAVE und geht durch in einem Adagio mit einem Solostimme. Dann folgt attacca ein Maestoso, das oft als ein Hochzeitsmarsch verwendet wird. Der Schluss der Komposition gehoert zu einer richtigen Fuge.