1040 Wien Theresianum
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Dokumentation in Arbeit








verstaubtes Pfeifenwerk
















Grundriss

Dreher & Reinisch Orgel; erbaut 1960

Disposition

I. MANUAL HAUPTWERK C – g3 = 56 Töne 
1 Prinzipal 8'   Zinn
2 Holzflöte 8' Holz
3 Oktav 4'   Zinn
4 Rohrflöte 4' Zinn
5 Quinte 2 2/3'   Zinn
6 Oktav 2'   Zinn
7 Mixtur 1 1/3' 4-5fach Zinn
8 Trompete 8' Zink
II. MANUAL SCHWELLWERK C – g3 = 56 Töne 
9 Gedeckt 8'   Holz
10 Quintatön 8' Zinn
11 Salizional 8' Zinn
12 Prinzipal 4' Zinn
13 Machthorn 4' Zinn
14 Oktav 2' Zinn
15 Spitzflöte 2' Zinn
16 Sesquialtera 2 2/3' 1-2fach Zinn
17 Quint 1 1/3' Zinn
18 Scharff 1' 4fach Zinn
19 Krummhorn 8' Kupfer
PEDAL C – f1 = 30 Töne
20 Subbass 16'   Holz
21 Oktavbass 8' Zinn
22 Gedackt 8' Holz
23 Choralbass 4' Zinn
24 Fagott 16' Kupfer
25 Schalmay 4' Zinn


Beschreibung

Gehäuse Front von der Vorläuferorgel, klassizistsich (breiter Giebel) hellgrau, goldene Schleierbretter, links und rechts vom Spielschrank
Prospektfelder 7 - 13 - 7 = 27 Pfeifen vom Prinzipal 8 HW
Register 25
Manual C - g3
Pedal C – f1
Koppeln II/I, I/Ped, II/Ped
Windladensystem Schleifladen mit Teleskophülsen als Abdichtung zwischen Schleife und Windlade sowie Pfeifenstock
Windanlage Gebläse im Untergehäuse
Spieltraktur mechanisch
Registertraktur elektropneumatisch
Spieltisch freistehend mit Blickrichtung zum Altar
Manualuntertasten Ivorabelag
Manualobertasten Ebenholz
Pedalklaviatur parallele Form
Lage Ped c° unter Man c1
Spielhilfen 2 freie Kombinationen, Tutti, Auslöser, Zungen-Einzelabsteller, Generalzungen AB, Tremolo (für Schwellwerk), mechanischer Schwelltritt, Voltanzeige
Stimm- und Tonhöhe ?
Winddruck ?
Erbaut von im Jahre 1960 von Dreher & Reinisch

Ausführungsbeschreibung

Ausreinigung der Orgel. Reinigung sämtlicher Pfeifen von Staub und Schmutz, insbesondere auf den Kernen und in den Kernspalten. Waschen der Metallpfeifen in einer ph-neutralen Seifenlösung. Alle Orgelteile sowie das Orgelinnere, Spiel- und Registertraktur, Spieltisch und Klaviaturen werden gereinigt.

Metallpfeifen:

Die verbeulten Pfeifen werden ausrundiert, alle Lötnähte überprüft, geplatzte Stellen nachgelötet, gerissene Kerne, Kernspalten und Aufschnitte werden korrigiert. Die Stimmvorrichtungen werden überarbeitet.

Holzpfeifen :

Offene Fugen werden frisch verleimt und abgedichtet, der feste Sitz der Vorschläge wird überprüft und erforderlichenfalls gerichtet. Gerissene Kerne und Labien werden saniert, lose Spunde neu beledert und eingepasst. Eventuelle Trocknungsschäden werden beseitigt.

Windladen

Die Pfeifenstöcke werden demontiert und die Schleifen ausgebaut. Die Windladen und deren Teile werden gründlich gereinigt, die Schleifen werden eingepasst und ihr Gang reguliert. Anschließend werden die Pfeifenstöcke neu aufgepasst. Undichte Stellen werden abgedichtet.

Zwischenzeitlich wurde während der Demontage festgestellt, dass ca. 50 Teleskophülsen (Dichtungen zwischen Stock und Windlade) klemmen und dadurch Undichtigkeiten entstehen. Diese müssen erneuert werden.

Revision aller Spielventile, Ausgleich der Ventilfedern.

Rasterbretter, Stützen und Bänkchen und sonstige Haltevorrichtungen für das Pfeifenwerk werden nachgearbeitet und – falls erforderlich – ergänzt.

Windanlage

Die Windanlage wird nachgesehen und der Wind abgewogen. Undichte Stellen an Kanälen und Bälgen werden abgedichtet. Der Ventilator wird überprüft und dessen Ölstand kontrolliert und nachgefüllt. Der Tremulantenbalg wird neu beledert.

Spieltraktur

Überprüfung der Abstrakten, der Anhängungen und der Regulierstellen auf einwandfreie Funktion.

Elektrische Registertraktur

Alle 31 (25 + 6 Pedal) pneumatischen Registerapparate werden demontiert und in der Werkstatt neu beledert und anschließend auf Funktion überprüft. Danach werden diese wieder in die Orgel eingebaut und an die Windanlage wie auch an die Registerschleifen montiert.  

Spieltisch

Das seitliche Spiel der Manualtasten wird behoben. Die Anschlagfilze und Belederungen der Pedalklaviatur werden überprüft und Schadhafte erneuert. Die Tastenfedern werden neu reguliert und nachgespannt. Durchsicht und Regulierung der Spieltraktur wie auch aller Koppeln.

Gehäuse

Das Hauptgehäuse wird feucht abgewischt.

Intonation und Stimmung

Die Pfeifen werden registerweise wieder eingesetzt; dabei werden Halterungen und Haften gerichtet. Auf einen festen Sitz aller Pfeifen wird besonderer Wert gelegt.

Die korrekte Ansprache der Pfeifen wird kontrolliert. Tonstärke und Klangcharakter werden innerhalb des gegebenen Rahmens ausgeglichen; die Register behalten grundsätzlich ihren bisherigen Charakter, doch werden einzelne herausspringende Töne korrigiert.

Nach Fertigstellung sämtlicher Arbeiten wird die Temperatur neu gelegt und die gesamte Orgel nach bisheriger Stimmungsart und Tonhöhe neu gestimmt.